Bobby Womack komponierte den Song gemeinsam mit J.J. Johnson als musikalisches Spiegelbild des rauen Lebens der afroamerikanischen Gemeinschaft in Harlem, wobei 110th Street als symbolische Grenze für Armut und Rassismus in New York City gewählt wurde.
Bobby Womack komponierte den Song gemeinsam mit J.J. Johnson als musikalisches Spiegelbild des rauen Lebens der afroamerikanischen Gemeinschaft in Harlem, wobei 110th Street als symbolische Grenze für Armut und Rassismus in New York City gewählt wurde.
Bobby Womack verband in seinen Texten autobiografische Elemente und Beobachtungen aus seinem Umfeld, wodurch der Song besonders authentisch und glaubwürdig wirkt – seine persönlichen Erfahrungen als Musiker in den Straßen der 1970er Jahre klingen im Text deutlich an.
Der Arbeitstitel des Songs lautete „Harlem Street Blues“, wurde aber auf Wunsch der Filmproduzenten geändert, um die geografische und soziale Trennlinie stärker hervorzuheben.
Quentin Tarantino war so begeistert vom Song, dass er Bobby Womack persönlich anrief, um die Freigabe für „Jackie Brown“ zu erhalten – ein Anruf, der Womack nach eigenen Angaben „sprachlos“ machte.
Bobby Womack verband in seinen Texten autobiografische Elemente und Beobachtungen aus seinem Umfeld, wodurch der Song besonders authentisch und glaubwürdig wirkt – seine persönlichen Erfahrungen als Musiker in den Straßen der 1970er Jahre klingen im Text deutlich an.
Bis heute ist „Across 110th Street“ laut WhoSampled in über 25 offiziellen Tracks gesampelt worden, besonders im Hip-Hop und R’n’B Bereich.
Im Musikvideo zur jüngeren Neuauflage sind Originalaufnahmen aus Harlem der 1970er Jahre zu sehen – ein authentisches Zeitdokument, das selten im Fernsehen lief.
Wer bei „Across 110th Street“ nicht sofort den Großstadt-Beat spürt, sitzt vermutlich fest auf der musikalischen Ersatzbank. Bobby Womacks Soul-Meisterwerk ist mehr als ein Soundtrack zum gleichnamigen Film – es ist ein Streetlife-Geschichtenerzähler, der Harlem in Tönen einfängt wie kaum ein anderer Song zuvor. Die ersten Akkorde rollen wie ein Cadillac durch die Straßenschluchten der Stadt, während Womacks Stimme irgendwo zwischen Hoffnung und Resignation pendelt.Anders als viele seiner Zeitgenossen hat sich Womack nie auf der sicheren Seite ausgeruht – er hat New Yorks Schattenseite in Musik gemeißelt und einen Klassiker geliefert, der Jahrzehnte später von Quentin Tarantino ins Rampenlicht zurückgeholt wurde. Während sich Barbie und Ken in knallbunten Cabriolets das Leben schönzimmern, bleibt Bobby Womacks Sound der verbeulte Chevy, der auf 110th Street kurz mal den Motor aufheulen lässt. Wer Womacks Spuren heute sucht, wird übrigens nicht nur in Film und Fernsehen fündig: Mit mehreren posthumen Veröffentlichungen und Huldigungen – wie dem vielbeachteten Tribute-Album von Calvin Richardson – bleibt seine Stimme Teil der urbanen Soundwelt, die niemals schläft.