Wer geglaubt hat, sechs Minuten im Radio seien eine Ewigkeit, hat noch nie erlebt, wie eine Handvoll Briten mit Piano und Pathos die Popwelt auf links dreht. Queen machten mit Bohemian Rhapsody alles falsch, was damals angesagt war – und wurden damit zur Legende. Ein Song, der sich wehrt, in eine Schublade gepresst zu werden: halbe Oper, halbe Rockballade, etwas Prog und vielleicht ein bisschen Theatralik zum Dessert. So wurde aus einer schillernden Vision ein Welt-Hit, der Pop, Rock und Cultural Phenomenon in Personalunion ist. Heute ist der Song nicht nur der Inbegriff des musikalischen Epos, sondern popkulturelles Evergreen: Video-Parodien mit Muppets, Autoszenen mit Wayne und Garth, Karaoke-Partys und Oscar-starke Kinofilme. Auch nach Freddies Tod mischt Queen immer noch ordentlich mit, tourt mit Gastsängern wie Adam Lambert um den Globus und bringt Generationen zum gemeinsamen „Galileo! Figaro!…“.