Clap Hands von Tom Waits (1985)

Song Factsheet
Songtitel: Clap Hands
Künstler: Tom Waits
Album: Rain Dogs
Jahr: 1985
Songwriter: Tom Waits
Produzent: Tom Waits
Genre: Rock
Subgenre: Experimental Rock, Blues-Rock
Samples oder Coverversionen: Clap Hands wurde unter anderem von den Künstlern Beck und Emilíana Torrini gecovert. Es gibt keine bekannten Samples aus anderen Songs im Original.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep05
Motto: Top10 Songs zum Cruisen
Titelnummer: 5
Presenter: Steffen
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
Auszeichnungen & Preise
Film- und TV-Bezüge
- Der Song tauchte im Soundtrack des Films „Down by Law“ (1986) von Jim Jarmusch auf, in dem Tom Waits auch eine Hauptrolle spielte (Quelle: IMDb – https://www.imdb.com/title/tt0090967/soundtrack). - Außerdem wurde „Clap Hands“ mehrfach in Musikdokumentationen und bei bekannten TV-Auftritten von Waits verwendet, beispielsweise bei „Late Night with David Letterman“ 1986 (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=3FQZWWCT3aY).
Quellen

Tom Waits' „Clap Hands“: Düstere Klanglandschaft, experimentelles Blues-Rock-Meisterwerk und urbaner Songwriter-Kult – ein Klassiker aus „Rain Dogs“ von 1985.

Hintergrundinfos

Triviawissen

I like beautiful melodies telling me terrible things.

Tom Waits
Im Interview mit The Guardian (6. Oktober 2004), als er über seine Herangehensweise an das Songwriting und den Kontrast zwischen Musik und Text sprach (Quelle: https://www.theguardian.com/music/2004/oct/06/popandrock1).

Rezension

Tom Waits, der kauzige Chronist der Außenseiter, lädt mit „Clap Hands“ zum Trip durch nächtliche Straßen, wo Schatten tanzen und Geschichten in den Bordsteinschluchten rumoren. Wortakrobatik und Klangtüftelei sind hier keine Spielereien, sondern Markenzeichen: Wer mit feinem Ohr hinhört, entdeckt in dem Song nicht nur schiefe Melodien, sondern auch klapprige Rythmusmaschinen aus alten Kisten, Besen und der Fantasie eines Musikpoeten. Während halb 1980er-Hollywood noch knallbunte Synth-Pop-Träume schiebt, legt Waits das Ohr an den Asphalt und zieht das Publikum in eine andere Welt – düster, schmutzig, aber immer tief poetisch. Der Mann, der einst noch auf dem Barhocker mit Whiskeyglas croonte, mutierte spätestens mit „Rain Dogs“ zum urbanen Soundarchitekten, der mit jedem Ton Geschichten von verlorenen Seelen, flackernden Lichtern und dem wilden Puls der Stadt erzählt. Inzwischen bleibt Tom Waits, trotz seltener neuer Musik, ein Fixstern für alle Abseitigen und Abenteurer, dessen Einfluss von Indie bis Hip-Hop reicht.

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