Dreamer von Supertramp (1974)

Song Factsheet
Songtitel: Dreamer
Künstler: Supertramp
Album: Crime Of The Century
Jahr: 1974
Songwriter: Rick Davies, Roger Hodgson
Produzent: Ken Scott, Supertramp
Genre: Progressive Rock
Subgenre: Art Rock, Pop Rock
Samples oder Coverversionen: Keine bekannten Samples im Original; Das britische Duo The Shapeshifters veröffentlichte 2008 ein Dance-Cover von „Dreamer“ (Quelle: Discogs), jedoch ohne markanten Original-Sample.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep01
Motto: Plattenschrank der Eltern
Titelnummer: 5
Presenter: Chris
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 36 1979-02-17
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· UK Platz 13 1974-11
· Kanada Platz 1 1974
· USA Platz 15 1977-04 (Studio); 1980 (Live)
Auszeichnungen & Preise
500 Songs That Shaped Rock and Roll (Rock Hall) n/a
BPI Silver Certification (Album) 1975
Film- und TV-Bezüge
Soundtrack für die TV-Serie „Fargo“ (Staffel 3, 2017); Verwendung in Werbespots für britische Banken (2010er Jahre); Erwähnung im Film „The Parole Officer“ (2001)
Quellen

Supertramps „Dreamer“ – ein ikonischer 70ies-Hit mit perkussivem Kartonklavier, energiegeladenem Gesang und Ohrwurm-Garantie. Wer träumt, bleibt jung!

Hintergrundinfos

Kartonklavier und Schlafzimmeraufnahme
Roger Hodgson komponierte „Dreamer“ auf einem improvisierten Kartonklavier in seinem Jugendzimmer und spielte das ursprüngliche Demo mit Alltagsgegenständen wie Mülleimereimern und einer Mundharmonika ein, was dem Song seinen unverwechselbaren, perkussiven Charme verlieh.
Spiegel der Träume und Sehnsüchte
Roger Hodgson komponierte „Dreamer“ auf einem improvisierten Kartonklavier in seinem Jugendzimmer und spielte das ursprüngliche Demo mit Alltagsgegenständen wie Mülleimereimern und einer Mundharmonika ein, was dem Song seinen unverwechselbaren, perkussiven Charme verlieh.
Studio-Perfektion in Zusammenarbeit
Die Produktion war ein Paradebeispiel für das Zusammenspiel aus exzentrischer Kreativität (Hodgson) und musikalischer Bodenständigkeit (Davies) – ihr kontrastierender Gesang und das sich steigernde Klangbild machten „Dreamer“ zu einem Paradebeispiel für Supertramps einzigartigen Sound.

Triviawissen

Doppeltes Single-Glück
Der Song wurde 1980 als Live-Version nochmals als Single veröffentlicht und erreichte in den USA Platz 15 – besser als beim Original-Release.
Ungeplanter Pop-Hit
„Dreamer“ war zunächst gar nicht als Hitsingle vorgesehen, sondern entstand eher als „Füllmaterial“ – und wurde durch seine eingängige Melodie zur unverhofften Durchstarter-Nummer, auch gegen den Willen mancher Bandmitglieder.
Futuristisches Keyboard-Solo
Die Produktion war ein Paradebeispiel für das Zusammenspiel aus exzentrischer Kreativität (Hodgson) und musikalischer Bodenständigkeit (Davies) – ihr kontrastierender Gesang und das sich steigernde Klangbild machten „Dreamer“ zu einem Paradebeispiel für Supertramps einzigartigen Sound.
Reise zum Mars via Audiotape
Manche Fans meinen, in der abgedrehten Klangmalerei des Songs ließe sich das Geräusch einer startenden Rakete entdecken – ein unbewusstes Überbleibsel der „Space Age“-Vibes der 1970er.
Supertramps Vinyl-Klassiker
Die Erstpressung des Albums „Crime of the Century“ ist heute bei Sammlern begehrt und erzielt regelmäßig Preise über 150 Euro – vor allem, wenn das Original-Plakat beiliegt.

I wrote ‘Dreamer’ just beating on cardboard boxes in my mother’s house. It was just a real fun song to write and record, and people seem to get that.

Roger Hodgson
im BBC-Interview zur Albumveröffentlichung von „Crime of the Century“ (1974)

Rezension

Supertramp – das sind doch die, die mit Bläsern jonglieren wie andere mit Marshmallows, oder? Mit „Dreamer“ schicken sie seit 1974 einen musikalischen Luftballon auf die Reise, der mit jedem Hören ein bisschen höher in die Prog-Rock-Atmosphäre aufsteigt. Der Song klingt wie das Herzklopfen eines Teenagers, der zum ersten Mal davon träumt, in einem Stadion zu stehen – und aus Versehen gleich ein ganzes Orchester anstimmt. Obwohl Supertramp heute eher als Legenden der siebziger Jahre gehandelt werden, ruft „Dreamer“ auch digital-native Ohren regelmäßig die imaginären Glitzerhosen auf den Plan. Ganz zu schweigen von Roger Hodgsons Solo-Auftritten in den letzten Jahren: Da werden Träume auf die Bühne gewuchtet, als hätte die Band nie aufgehört, Kartonklaviere zu bespielen. Und apropos Supertramp-Stimmung: Hodgson selbst war bis zuletzt auf Welttour unterwegs (2023 in Südamerika!) – und natürlich bleibt „Dreamer“ dabei immer gesetzt im Repertoire. Für alle, die glauben, Hopepunk sei ein Stil der 2020er, empfiehlt sich dringend ein Ohr voller Supertramp.

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