Als Faith No More sich entschieden, „Easy“ der Commodores zu covern, war dies ursprünglich als augenzwinkernder Witz gedacht, der sich zu einem Publikumsliebling entwickelte – das Publikum forderte den Song immer wieder bei Live-Auftritten.
Als Faith No More sich entschieden, „Easy“ der Commodores zu covern, war dies ursprünglich als augenzwinkernder Witz gedacht, der sich zu einem Publikumsliebling entwickelte – das Publikum forderte den Song immer wieder bei Live-Auftritten.
Faith No More verliehen dem Song nicht nur mehr Gitarrensound, sondern ließen auch bewusst den klassischen Gospel-Background weg – ein subtiles Zeichen für ihren ironischen Zugang und ihre künstlerische Eigenständigkeit.
Bassist Bill Gould war derjenige, der die Band überredete, das Cover ins Repertoire aufzunehmen, nachdem der Song bei einem Soundcheck spontan angestimmt wurde.
Mike Patton, der Sänger, war zu Beginn wenig begeistert vom Vorschlag, das Stück aufzunehmen, gab jedoch zu, dass es ironischerweise einer seiner liebsten Songs wurde.
Faith No More verliehen dem Song nicht nur mehr Gitarrensound, sondern ließen auch bewusst den klassischen Gospel-Background weg – ein subtiles Zeichen für ihren ironischen Zugang und ihre künstlerische Eigenständigkeit.
Nach Veröffentlichung der Single wurde das Original von Lionel Richie in Europa erneut populärer und erhielt ein späteres Revival in den Charts.
Faith No More performten „Easy“ einmal als Zugabe in Moskau, und die russischen Fans sangen alle Zeilen aus dem Stegreif mit – zu Pattons sichtlicher Verwunderung.
Mike Patton (Faith No More)
Das Zitat stammt aus einem Interview, in dem Sänger Mike Patton erklärte, wie die Rockband eigentlich nie mit ernsthaften Erfolgen für diesen Coversong gerechnet hatte. (NME Interview 1993)
Wenn Rocker plötzlich Schmusekatzen werden, dann klingt das nach Faith No More und ihrem Cover von „Easy“. Ursprünglich als kleiner Gag auf Tournee gedacht, rollte die sanfteste Rockwelle der 90er über Europa wie ein gut gekühlter Cocktail – mit Kirsch auf der Sahne. Dass ausgerechnet die Band, die für Songs wie „Epic“ und bunte Pogo-Moshpits bekannt ist, nun Casual-Pop mit Augenzwinkern und betontem Schnäuzer-Charme serviert, schockte altgediente Fans und gewann eine ganz neue Anhängerschaft. Anstatt sich in ihrem eigenen Sound zu vergraben, demonstrierten Faith No More mit „Easy“, dass kreative Spielfreude manchmal der beste Erfolgsfaktor ist. Das ironisch-romantische Gewand passte perfekt zu den damals wilden 90ern. Während die Bandmitglieder in verschiedensten Projekten von Soundtracks bis hin zu neuen Alben eigene Wege erkunden, bleibt „Easy“ ein beredtes Beispiel dafür, wie Genre-Grenzen mit Augenzwinkern im Vorbeigehen gesprengt wurden. Bis heute ist Faith No More ein Garant für unkonventionelles Hit-Potenzial und gelungene Überraschungen – so leicht wie dieser Song klingt, ist ihr Weg selten.