Eleanor Rigby von The Beatles (1966)

Song Factsheet
Songtitel: Eleanor Rigby
Künstler: The Beatles
Album: Revolver
Jahr: 1966
Songwriter: Paul McCartney (zugeschrieben Lennon/McCartney)
Produzent: George Martin
Genre: Pop
Subgenre: Baroque Pop
Samples oder Coverversionen: Keine Samples im Original. Bedeutsame Coverversionen: Aretha Franklin (1969), Ray Charles (1968), Joan Baez (1967); Ray Charles' Version erhielt 1968 einen Grammy.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep01
Motto: Plattenschrank der Eltern
Titelnummer: 10
Presenter: Steffen
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 5 September 1966
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· UK Platz 1 18. August 1966
· Australien Platz 1 September 1966
· Kanada Platz 1 1966
Auszeichnungen & Preise
Grammy Award für Best Contemporary Vocal Performance, Male (Ray Charles) 1968
Ivor Novello Award für "Best British Song" 1966
Film- und TV-Bezüge
- Auftakt des Films "Yellow Submarine" (1968) - Soundtrack zu "Yesterday" (2019) - Erwähnung in "Mad Men", Staffel 5 - Verwendung in "The Beatles Anthology" (1995)
Quellen

„Eleanor Rigby“ von den Beatles: Barock-Pop mit Streichorchester und sozialkritischer Tiefe – ein Meilenstein aus dem Revolver-Album von 1966.

Hintergrundinfos

Inspiration aus dem Alltag
Paul McCartney kreierte Eleanor Rigby als „fiktive“ Figur, ließ sich dabei aber von echten Straßennamen in seiner Liverpooler Umgebung sowie einer vermeintlich zufällig entdeckten Grabinschrift auf dem Friedhof der St. Peter’s Church inspirieren, wo auch er und John Lennon sich einst begegneten.
Gesellschaftskritische Themen
Paul McCartney kreierte Eleanor Rigby als „fiktive“ Figur, ließ sich dabei aber von echten Straßennamen in seiner Liverpooler Umgebung sowie einer vermeintlich zufällig entdeckten Grabinschrift auf dem Friedhof der St. Peter’s Church inspirieren, wo auch er und John Lennon sich einst begegneten.
Streichorchester als Innovation
Statt auf klassische Rock-Instrumentierung zu setzen, schrieb Produzent George Martin ein reines Streicherarrangement für acht Musiker, was Eleanor Rigby zum frühen Meisterwerk des Baroque Pop und einem Paradebeispiel der Studio-Innovationen der Beatles machte.

Triviawissen

Ursprünglicher Titel
Ursprünglich hieß die Titelfigur „Miss Daisy Hawkins“, bevor Paul McCartney sich für „Eleanor Rigby“ entschied.
Beatles unplugged
Keines der Bandmitglieder spielt auf der Originalaufnahme ein Instrument; der Song lebt rein von acht Studiostreichern und den Stimmen.
Authentisches Grab
Statt auf klassische Rock-Instrumentierung zu setzen, schrieb Produzent George Martin ein reines Streicherarrangement für acht Musiker, was Eleanor Rigby zum frühen Meisterwerk des Baroque Pop und einem Paradebeispiel der Studio-Innovationen der Beatles machte.
Pop im Lehrbuch
2008 wurde der Songtext bei Sotheby’s für über 500.000 Pfund versteigert – eine der teuersten Manuskriptverkäufe der Popgeschichte.
Prominente Fans
Musikikone David Bowie nannte „Eleanor Rigby“ einmal seinen Lieblings-Beatles-Song und bezeichnete die Komposition als „herzzerreißend ehrlich“.

I was looking through the lives of all these lonely people, and the song wrote itself really.

Paul McCartney
Im Interview mit Barry Miles für das Buch „Many Years From Now“ (1997), in dem Paul über die Entstehung von Eleanor Rigby reflektierte.

Rezension

Vergiss alle Rock-Klischees – „Eleanor Rigby“ ist britischer Pop-Kammermusik-Drama-Queen in zwei Minuten und sechs Sekunden. Während andere Bands noch Gitarren stimmen, lassen die Beatles über Streichern lamentieren – ganz ohne selbst ein einziges Instrument zu zupfen! Das dramatische Schicksal einer Frau, die plötzlich niemanden mehr hat, entwickelt sich in „Eleanor Rigby“ zur Empathie-Offensive für Millionen Hörer*innen. Wer dachte, die Fab Four beschränken sich auf „Yeah Yeah Yeah“, der erlebt spätestens bei diesem Song die Magie des musikalischen Storytellings zwischen Herz und Hirn.Auch über 50 Jahre nach Veröffentlichung steht Eleanor Rigby als Synonym für den musikalischen Mut, unbequeme Themen zu inszenieren – und das in Kompositionen, die das Pop-Genre um neue klangliche Universen erweitern. Paul McCartney, Sir, hält das Songwriting-Handwerk übrigens nicht auf: Neben der Reunion mit Ringo Starr arbeitet er aktuell mit dem Animated-Filmteam von „High In The Clouds“ und setzt sich weiterhin für musikalische Bildung ein. Beatles-Genialität bleibt wohl auf ewig: „All the lonely people, where do they all belong?“

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