Feeling Good von Muse (2001)

Song Factsheet
Songtitel: Feeling Good
Künstler: Muse
Album: Origin of Symmetry
Jahr: 2001
Songwriter: Anthony Newley, Leslie Bricusse (Original für das Musical "The Roar of the Greasepaint – The Smell of the Crowd", 1964)
Produzent: John Leckie, Muse
Genre: Alternative Rock
Subgenre: Art Rock, Neo-Progressive Rock
Samples oder Coverversionen: Es handelt sich um eine Coverversion des Originals von Anthony Newley & Leslie Bricusse, berühmt geworden u.a. durch Nina Simone (1965); Muse verwenden keinen Sample, sondern spielen eine komplett neue Interpretation ein.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep04
Motto: Coversongs, besser als das Original
Titelnummer: 2
Presenter: Chris
Extra Info: Original: Nina Simone
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 45 August 2001
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· UK Platz 24 Juli 2001
· Norwegen Platz 19 Juli 2001
· Frankreich Platz 37 Juli 2001
Auszeichnungen & Preise
Best Cover Version (NME Awards) 2010
Film- und TV-Bezüge
- In "Six Feet Under" (Staffel 2, Episode 4, 2004) - In "Peaky Blinders" (Staffel 2, Episode 6, 2014) - Verwendung in Werbespots für Automobile verschiedener Marken (z.B. Jaguar 2008)
Quellen

Muse verwandeln den Klassiker „Feeling Good“ in ein düsteres Rock-Highlight – von Broadway bis Stadion. Alle Fakten, Hintergründe & kultige Trivia jetzt entdecken!

Hintergrundinfos

Modernes Klassiker-Revival
Muse transformieren mit ihrer Fassung von „Feeling Good“ ein ursprünglich musikalisch-theatralisches Stück in einen theatralisch-düsteren Rocksong, der den Spannungsbogen des Originals erhält, aber mit verzerrtem Klavier, aggressiven Bassläufen und der markanten Stimme Matt Bellamys völlig neue Klangdimensionen erreicht.
Experimentelle Produktionstechniken
Muse transformieren mit ihrer Fassung von „Feeling Good“ ein ursprünglich musikalisch-theatralisches Stück in einen theatralisch-düsteren Rocksong, der den Spannungsbogen des Originals erhält, aber mit verzerrtem Klavier, aggressiven Bassläufen und der markanten Stimme Matt Bellamys völlig neue Klangdimensionen erreicht.
Bekenntnis zu rebellischer Interpretation
Muse wählten den Song, nachdem sie ihn oft live gecovert hatten, als Statement auf das Album – auch als ironischer Kommentar zu ihrer Beziehung zum Plattenlabel und den damaligen Zwängen der Musikindustrie.

Triviawissen

Farbcodiertes Cover-Artwork
Die erste Vinyledition von „Origin of Symmetry“ hatte eine spezielle orangefarbene Hülle, passend zum Artwork, das den „Feeling Good“-Vibe widerspiegeln sollte.
Ungewöhnliches Musikvideo
Im offiziellen Musikvideo spielt Matt Bellamy einen Barista in einem Diner, der die Gäste mit blendendem Charisma (und einer Prise Wahnsinn) bezaubert – inspiriert von David Lynchs Stil.
Kultfaktor Live
Muse wählten den Song, nachdem sie ihn oft live gecovert hatten, als Statement auf das Album – auch als ironischer Kommentar zu ihrer Beziehung zum Plattenlabel und den damaligen Zwängen der Musikindustrie.
Von Nina Simone anerkannt
Muse’ Interpretation wurde von Nina Simone persönlich „approved“, als Tribute an ihre intensive Performance verstanden.
Beliebtes Contest-Songmaterial
Die Muse-Version von „Feeling Good“ zählt zu den meistgecoverten Stücken bei Talent-, Casting- und Fernsehwettbewerben in Europa.

We played it as an ironic gesture towards a record company that wanted more conventionally commercial tracks – it just felt right at the time.

Matt Bellamy
im Interview mit NME, 2001

Rezension

Wenn sich ein Rocktrio aus Devon an einen Broadway-Klassiker wagt, erwarten Puristen eine Katastrophe. Doch Muse machen, was Muse eben am besten können: Sie drehen alles durch den Verstärker und tauchen selbst die fröhlichste Melodie tief in dystopisches Drama. Zwischen knackigem Bass und orgelndem Klavier schwebt Matt Bellamys Falsett über den Wolken – als würde Freddy Mercury einen Teekessel bedienen. Und auch heute hat „Feeling Good“ kräftigen Puls. Wer das Trio zuletzt live gesehen hat, weiß: Der Song knallt weiterhin als Soundtrack für Momente zwischen Revolte und Ekstase. Muse selbst gönnen sich derweil kaum Pause: 2022 erschien mit „Will of the People“ das nächste Konzeptalbum zwischen Zukunftsangst und Stadionrock. „Feeling Good“ bleibt, wie ein guter Espresso – kurz, stark, ein bisschen bittersüß.

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