Firestarter von The Prodigy (1997)

Song Factsheet
Songtitel: Firestarter
Künstler: The Prodigy
Album: The Fat of the Land
Jahr: 1997
Songwriter: Liam Howlett, Keith Flint, Maxim Reality, Kim Deal, Jim Davies
Produzent: Liam Howlett
Genre: Electronic
Subgenre: Big Beat, Breakbeat, Electronica
Samples oder Coverversionen: Gitarrenriff aus 'S.O.S.' von The Breeders; Drum-Samples aus 'Close (to the Edit)' von Art of Noise.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep05
Motto: Top10 Songs zum Cruisen
Titelnummer: 1
Presenter: Steffen
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 13 1996-04-01
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· UK Platz 1 1996-03-30
· Norwegen Platz 2 1996-05-02
· Australien Platz 2 1996-04-14
Auszeichnungen & Preise
MTV Europe Music Award für Best Dance 1997
Brit Award für Best British Dance Act (für The Prodigy, u.a. für Firestarter) 1997
Film- und TV-Bezüge
Trailer-Soundtrack für „Charlie's Angels“ (2000); Soundtrack bei „Human Traffic“ (1999); Werbekampagne von Levi’s (1996)
Quellen

„Firestarter“ von The Prodigy: Big-Beat-Punk trifft Kultstatus! Alles zum Song, wilde Geschichten, Chart-Erfolge und das Vermächtnis der Band – jetzt entdecken.

Hintergrundinfos

Keith Flints neue Rolle
Mit „Firestarter“ stand Keith Flint erstmals am Mikrofon einer The-Prodigy-Single – sein aggressiver Gesang, gepaart mit der unnachahmlichen Frisur, wurde zum visuellen und akustischen Markenzeichen der Band und läutete eine neue Ära für The Prodigy ein.
Umstrittenes Musikvideo
Mit „Firestarter“ stand Keith Flint erstmals am Mikrofon einer The-Prodigy-Single – sein aggressiver Gesang, gepaart mit der unnachahmlichen Frisur, wurde zum visuellen und akustischen Markenzeichen der Band und läutete eine neue Ära für The Prodigy ein.
Kulturelles Statement
Firestarter nahm die Wut und Energie der Rave- und Clubkultur der 90er auf, brach mit der Tradition des eher „lieben“ Technos und setzte bewusst auf eine auffällige Mischung aus Punk, Elektronik und anarchischer Attitüde – eine klare Abgrenzung von der kommerzialisierten Dance-Szene jener Zeit.

Triviawissen

Ursprünglicher Titel
Firestarter war zunächst als Instrumentalstück konzipiert, doch erst Keith Flints Gesang verwandelte ihn in den Prodigy-Klassiker.
Blacklist in Großbritannien
BBC Radio 1 spielte Firestarter wegen des aggressiven „I’m a firestarter, twisted firestarter“-Chors anfangs nur eingeschränkt, weil Eltern sich über den Einfluss auf Jugendliche beschwerten.
Studioszene
Firestarter nahm die Wut und Energie der Rave- und Clubkultur der 90er auf, brach mit der Tradition des eher „lieben“ Technos und setzte bewusst auf eine auffällige Mischung aus Punk, Elektronik und anarchischer Attitüde – eine klare Abgrenzung von der kommerzialisierten Dance-Szene jener Zeit.
Kult-Accessoire
Keith Flint trug im Video zu „Firestarter“ einen eigens von einem Londoner Gruselshop angefertigten gepiercten Nasenring, der schnell zum ikonischen Modetrend avancierte.
Live-Klassiker
Auch Jahrzehnte später gilt Firestarter als Höhepunkt jedes Prodigy-Konzerts und wird traditionell als einer der letzten Songs eines Gigs gespielt.

When I wrote Firestarter, I wanted to capture the chaos that surrounds us and flip it into something you can dance to.

Liam Howlett
Howlett beschreibt seine kreative Intention und die Atmosphäre beim Songwriting im Prodigy-typischen Grenzbereich zwischen Aggression und Tanzbarkeit. (Q Magazine 1997)

Rezension

Wer auf der Suche nach der perfekten Symbiose aus elektronischer Energie und Punk-Attitüde ist, landet zwangsläufig bei „Firestarter“. Die Single rockte in den 90ern nicht nur die Clubs, sondern auch das Radio – und das, obwohl sie von etlichen Sendeanstalten wegen angeblicher Jugendgefährdung kritisch beäugt wurde. Keith Flint, mit wirrer Frisur und markerschütterndem Blick, wurde binnen Sekunden zum Gesicht und Sprachrohr einer neuen Techno-Generation – anarchisch, wild, tanzwütig. Während The Prodigy später mit Tracks wie „Smack My Bitch Up“ oder „Omen“ nachlegte, bleibt Firestarter der Signature-Track, der jede Festivalbühne und sämtliche Moshpits in Brand setzte. Wer die Jungs auf ihrer Tour 2023, nach langer Pause ohne Flint, gesehen hat, weiß: The Prodigy leben ihre Legacy weiter – mit massig Bass und mindestens so viel Feuer wie damals 1996.

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