I Put A Spell On You von Nina Simone (1965)

Song Factsheet
Songtitel: I Put A Spell On You
Künstler: Nina Simone
Album: I Put A Spell On You
Jahr: 1965
Songwriter: Screamin’ Jay Hawkins
Produzent: Hal Mooney
Genre: Jazz
Subgenre: Soul, Blues
Samples oder Coverversionen: Der Song ist eine Coverversion des Originals von Screamin’ Jay Hawkins (1956), keine weiteren Samples in Simones Version.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep04
Motto: Coversongs, besser als das Original
Titelnummer: 1
Presenter: Steffen
Extra Info: Original: Screaming Jay Hawkins
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· UK Platz 49 1965
· USA (nur Original von Hawkins, nicht Simone) Platz 23 1956
· Frankreich Platz 28 2020
Auszeichnungen & Preise
Rolling Stone „500 Greatest Songs of All Time“ 2021
Film- und TV-Bezüge
- In der HBO-Serie „Big Little Lies“ (2017) zentral eingesetztes Stück - Soundtrack im Film „Hocus Pocus“ (Bet Midler’s Performance, basiert auf Hawkins-Version) - Verwendung in „Peaky Blinders“ (BBC-Serie, Folge 3, Staffel 1)
Quellen

Nina Simones „I Put A Spell On You“ – kraftvoll, magisch und immer wieder neu interpretiert. Ein Song, der Generationen überdauert und Kultstatus besitzt.

Hintergrundinfos

Nina Simones Neuerfindung
Mit ihrer Version hauchte Nina Simone „I Put A Spell On You“ eine tief emotionale, epische Note ein, indem sie aus Hawkins’ schaurig-theatralischem Ur-Song eine mitreißende Soul-Hymne machte und so eine neue musikalische Dimension schuf.
Ein Statement für Selbstbestimmung
Mit ihrer Version hauchte Nina Simone „I Put A Spell On You“ eine tief emotionale, epische Note ein, indem sie aus Hawkins’ schaurig-theatralischem Ur-Song eine mitreißende Soul-Hymne machte und so eine neue musikalische Dimension schuf.
Aufnahmeprozess zwischen Jazz und Drama
Die Studiosession war geprägt von Simones charakteristischer Mischung aus klassischer Präzision und jazzigem Improvisationsgeist, was auch den Produzenten Hal Mooney zu einer opulenten Orchestrierung inspirierte.

Triviawissen

Elektrisierende TV-Debüts
Nina Simone performte „I Put A Spell On You“ erstmals live im britischen Fernsehen und schaffte so den Sprung ins europäische Publikum.
Vielfalt der Interpretationen
Der Song wurde weltweit über 100 Mal neu interpretiert, u. a. von Annie Lennox, Jeff Beck und Creedence Clearwater Revival – ein echtes Dauerbrenner-Coverstück.
Unkonventioneller Karriereschritt
Die Studiosession war geprägt von Simones charakteristischer Mischung aus klassischer Präzision und jazzigem Improvisationsgeist, was auch den Produzenten Hal Mooney zu einer opulenten Orchestrierung inspirierte.
Titelbringer
Das Album wurde nach Simones Version des Songs benannt und zählt heute als eins der Schlüsselerzeugnisse ihres Mainstream-Erfolgs.
Unerwartete Charts-Erfolge
Während Simones Fassung im Radio rotierte, landete das Original von Hawkins erneut in europäischen Charts nach TV-Verwendungen in den 2010er Jahren – ungewöhnlich für einen Titel dieser Ära.

„To me, that song was always less about putting a spell on someone else and more about the spell music puts on me.”

Nina Simone
Im Gespräch mit Jazz Review 1969 (Übersetzung: Für mich war das Lied immer weniger ein Bann, den ich über andere lege, sondern vielmehr ein Bann, den Musik über mich ausübt.)

Rezension

Ein Song wie ein Zauber – „I Put A Spell On You“ von Nina Simone hat mehr Leben, Drama und Gänsehaut als viele komplette Musicals. Die Kraft der dunklen Stimme, kombiniert mit einer orchestralen Achterbahnfahrt, katapultiert die Nummer aus der Gruft des Rock ’n’ Roll in den Mittelpunkt jeder Szene, in der Herzschmerz brodelt und Magie gefragt ist. Simones Klassiker fühlt sich auch heute noch an wie ein Gedicht zwischen Schaumwein und Straßenschlachten. Wer in Streaming-Playlists von Billie Eilish oder Jorja Smith stöbert, entdeckt überall Spuren des leidenschaftlichen Spirit, der von Nina Simones eigenem, manchmal kämpferischen, manchmal verletzlichen Lebensansatz geprägt wurde. Die Künstlerin, die mittlerweile posthum als Ikone und Soundtrack-Queen weiterlebt, ist auch 2024 immer noch gefragt – aktuelle Projekte wie Biopics, Remasters und Tribute-Sammlungen sorgen dafür, dass ihr Zauber erhalten bleibt.

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