Köln, January 24, 1975, Part II c – Live von Keith Jarrett (1975)

Song Factsheet
Songtitel: Köln, January 24, 1975, Part II c – Live
Künstler: Keith Jarrett
Album: The Köln Concert
Jahr: 1975
Songwriter: Keith Jarrett
Produzent: Manfred Eicher
Genre: Jazz
Subgenre: Solo Piano / Improvisation
Samples oder Coverversionen: Keine bekannten Samples oder Coverversionen

Song oder Motto Playlist hören

Jetzt Podcast Episode hören

Im Podcast
Episode: STH2 ep06
Motto: Top10 Instrumental Songs
Titelnummer: 10
Presenter: Steffen
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 1 1976-05-10
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· Norwegen Platz 1 1976-05
· Frankreich Platz 2 1976
· UK Platz 5 1976
Auszeichnungen & Preise
Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Jahrespreis 1976
Platin-Schallplatte Deutschland 2006
Film- und TV-Bezüge
Eingesetzt im Kinofilm “Shine – Der Weg ins Licht” (1996, im Soundtrack zitiert); In der ZDF-Dokumentation „Keith Jarrett: The Art of Improvisation“ (2005) als Schlüsselszene
Quellen

Keith Jarretts "Köln, January 24, 1975, Part II c" ist der emotionale Höhepunkt des legendären Konzerts – ein zeitloser Jazzmoment, der Musikgeschichte schrieb.

Hintergrundinfos

Konzert mit Hindernissen
Die legendäre Aufnahme entstand nach einer Reihe von Problemen, wie einem verstimmten Flügel und Müdigkeit des Künstlers, und wurde dennoch zu einem der berühmtesten Solo-Pianokonzerte der Jazzgeschichte.
Spontane Komposition
Die legendäre Aufnahme entstand nach einer Reihe von Problemen, wie einem verstimmten Flügel und Müdigkeit des Künstlers, und wurde dennoch zu einem der berühmtesten Solo-Pianokonzerte der Jazzgeschichte.
Meilenstein für ECM
Die Produktion durch Manfred Eicher und die Veröffentlichung bei ECM Records machten das Label endgültig zu einer Institution für anspruchsvolle Jazzaufnahmen und verschafften Jarrett internationale Anerkennung.

Triviawissen

Verrückte Uhrzeit
Das Konzert begann gegen Mitternacht, da nur zu dieser Zeit der Kölner Opernsaal verfügbar war.
Kultige Hocker-Story
Jarrett spielte fast das gesamte Konzert auf einem harten Holzstuhl, weil nicht rechtzeitig ein passender Klavierhocker gefunden wurde.
ECM’s Durchbruchsalbum
Die Produktion durch Manfred Eicher und die Veröffentlichung bei ECM Records machten das Label endgültig zu einer Institution für anspruchsvolle Jazzaufnahmen und verschafften Jarrett internationale Anerkennung.
Kein Soundcheck
Jarrett hatte keine Gelegenheit, das Instrument vor dem Konzert zu testen, sodass jede Note ein Sprung ins Unbekannte war.
Symbol einer Generation
Der Mitschnitt wurde in den 70ern zum Soundtrack für progressive Hörerschaften und avancierte zum Kultobjekt für Musikliebhaber weit über die Jazzszene hinaus.

It was like standing in the middle of a waterfall, not knowing where the water was coming from.

Keith Jarrett
Im Gespräch mit dem “Down Beat Magazine” 1976 über das „Köln Concert“. Er beschreibt damit seine Erfahrung während der Improvisation.

Rezension

Wenn sich eine stürmische Januarnacht, ein verstimmter Flügel und ein energiegeladener Keith Jarrett in Köln begegnen, kann daraus nur Musikgeschichte entstehen. „Part II c“ ist das melodische Herz jenes mythischen Abends, bei dem Jarrett mit geschlossenen Augen und offenen Ohren improvisierte – und dabei einen ganzen Konzertsaal verzauberte. Das Publikum kann bis heute jede Note mitsummen, weil sie das Gefühl vermittelt, Teil eines nie wiederholbaren Moments zu sein. Fast 50 Jahre später hat Jarrett die Jazzwelt längst über die Bühne hinaus erweitert: Seine Solo-Auftritte sind Legende, seine Klassik-Interpretationen werden gefeiert – und 2020 überraschte er mit der Mitteilung, sich aus gesundheitlichen Gründen vom aktiven Konzertleben zurückzuziehen. Doch seine Musik, mitreißend wie ein Zug durchs Rheinland, bleibt ein Fixpunkt für Generationen von Musikfreunden – denn eine Nacht wie in Köln der 70er kriegt einfach niemand mehr aus dem Ohr.

Shopping-Ecke

Köln, January 24, 1975, Part II c – Live