No Quarter von Tool (2000)

Song Factsheet
Songtitel: No Quarter
Künstler: Tool
Album: Salival (Boxset mit Live- und Cover-Versionen, 2000)
Jahr: 2000
Songwriter: Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones (Original, Led Zeppelin) – Interpretation durch Tool
Produzent: David Bottrill, Tool
Genre: Progressive Metal
Subgenre: Alternative Metal, Doom Metal
Samples oder Coverversionen: Coverversion von „No Quarter“ (Led Zeppelin, 1973, Album „Houses of the Holy“); keine zusätzlichen Samples verwendet.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep04
Motto: Coversongs, besser als das Original
Titelnummer: 9
Presenter: Steffen
Extra Info: Original: Led Zeppelin, n.a. bei Spotify
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· USA (Billboard 200) Platz 38 Dezember 2000
· Kanada Platz 48 Dezember 2000
· UK Platz 54 Dezember 2000
Auszeichnungen & Preise
Film- und TV-Bezüge
Der Song wurde nicht explizit in Film- oder TV-Soundtracks verwendet, ist jedoch unter Fans für Live-Visuals und als Opener bei Konzerten berüchtigt.
Quellen

Tool verpassen „No Quarter“ von Led Zeppelin eine düstere, progressive Frischzellenkur – einzigartiges Cover aus der „Salival“-Box. Infos, Hintergründe, Funfacts!

Hintergrundinfos

Ausufernde Improvisation
Tool interpretierte „No Quarter“ nicht als klassische Coverversion, sondern erweiterten das Led-Zeppelin-Original um düster-atmosphärische Passagen, experimentelle Instrumentalstrecken und einen deutlich langsameren Groove, der viele Kritiker überraschte.
Maynard James Keenans Hommage
Tool interpretierte „No Quarter“ nicht als klassische Coverversion, sondern erweiterten das Led-Zeppelin-Original um düster-atmosphärische Passagen, experimentelle Instrumentalstrecken und einen deutlich langsameren Groove, der viele Kritiker überraschte.
Led Zeppelin trifft auf Tool-Ästhetik
Die Band verweigerte sich bewusst einer 1:1-Kopie, verzichtete sogar auf die zeppelin-typischen Keyboardsequenzen und ersetzte sie durch Justin Chancellors bedrohliches Bassspiel und Adam Jones‘ effektbeladene Gitarrenflächen – ein Paradebeispiel für Tools künstlerische Eigenständigkeit bei Coverversionen.

Triviawissen

Special Request
Tool coverten „No Quarter“ ursprünglich auf Wunsch von Schlagzeuger Danny Carey – er ist bekennender Led-Zeppelin-Fan und sieht John Bonham als sein größtes Vorbild.
Live-Rarität
Die „No Quarter“-Version von Tool wurde jahrelang fast ausschließlich bei besonderen Konzerten gespielt, oft als epischer Opener für die Setlist.
Heftige Reaktionen
Die Band verweigerte sich bewusst einer 1:1-Kopie, verzichtete sogar auf die zeppelin-typischen Keyboardsequenzen und ersetzte sie durch Justin Chancellors bedrohliches Bassspiel und Adam Jones‘ effektbeladene Gitarrenflächen – ein Paradebeispiel für Tools künstlerische Eigenständigkeit bei Coverversionen.
Video-Legende
Es gibt kein offizielles Musikvideo, aber zahlreiche aufwendige Visuals und Lasershows begleiteten den Song live und verstärkten die psychedelische Wirkung auf Konzerten.
Vinyl-Schmankerl
Die Salival-Box mit „No Quarter“ ist heute ein begehrtes Sammlerstück unter Tool-Fans und kostet auf dem Second-Hand-Markt teilweise mehrere hundert Euro.

Rezension

Tool haben das scheinbar Unmögliche geschafft: Sie covern Led Zeppelin – und hauchen dem Klassiker „No Quarter“ eine derart tiefe, bedrohliche Atmosphäre ein, dass sogar eingefleischte Zeppelin-Fans anerkennend nicken. Es ist kein schnöder Aufguss, sondern ein echter Parforce-Ritt durch Düsternis, progressive Strukturen und das instrumentale Labyrinth, für das man Tool so liebt – oder fürchtet. Wenn Maynard James Keenan mit fast beschwörender Stimme rezitiert und Justin Chancellor am Bass hypnotische Patterns auspackt, kriegt auch der härteste Metalhead Gänsehaut. Statt auf Nummer sicher zu gehen, nutzen Tool ihre Version als experimentellen Spielplatz. Man wundert sich nicht, dass Danny Carey von Zeppelin schwärmt (und selbst gerne mal sieben Takte in einen Groove schmuggelt). Led Zeppelins Erben haben sich den Song so angeeignet, dass es schon wie ein Tool-Original daherkommt – und live gibt’s dazu noch jede Menge Laser, Nebel und projektiertes Kopfkino. Aktuell tüfteln Tool an neuen Projekten, lassen die Fans aber wie gewohnt zappeln – Geduld ist bei dieser Band schließlich Teil der Faszination.

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