Nothing Compares To You von Sinéad O’Connor (1985)

Song Factsheet
Songtitel: Nothing Compares 2 U
Künstler: Sinéad O’Connor
Album: I Do Not Want What I Haven’t Got
Jahr: 1990
Songwriter: Prince (bürgerlich: Prince Rogers Nelson)
Produzent: Nellee Hooper, Sinéad O’Connor
Genre: Pop
Subgenre: Alternative Pop, Soul
Samples oder Coverversionen: Das Original stammt von Prince und wurde 1985 von seiner Nebenband The Family erstmals aufgenommen. Sinéad O’Connors Version ist ein Cover und verwendet keine weiteren Samples, bleibt aber musikalisch nah an ihrer eigenen Interpretation.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep04
Motto: Coversongs, besser als das Original
Titelnummer: 5
Presenter: Steffen
Extra Info: Original: Prince
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 1 1990-03-12
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· Großbritannien Platz 1 1990-03-03
· USA Platz 1 1990-04-21
· Australien Platz 1 1990-03-18
Auszeichnungen & Preise
MTV Video Music Awards 1990: Video of the Year & Best Female Video 1990
Brit Award 1991: International Female Solo Artist 1991
Film- und TV-Bezüge
- Kultiges Musikvideo im MTV-Dauereinsatz, Regie John Maybury - Soundtrack-Auftritte u.a. in "The Simpsons" (1991), "Brooklyn Nine-Nine", und "Killing Eve" - Parodiert von "Saturday Night Live" und in Animationsserien wie "Family Guy"
Quellen

Sinéad O’Connors „Nothing Compares 2 U“: Ein globaler 90er-Jahre-Hit mit Prince-Feder, echter Emotion und legendärem Musikvideo. Ultimativer Song über Herzschmerz.

Hintergrundinfos

Prince’ geheimes Geschenk
Prince, der den Song ursprünglich 1985 für The Family schrieb, wollte die rohe emotionalität eines gebrochenen Herzens nachempfinden und verschenkte den Song an Sinéad O’Connor, die mit ihrer verletzlichen Interpretation zu Weltruhm gelangte.
Tränen vor der Kamera
Prince, der den Song ursprünglich 1985 für The Family schrieb, wollte die rohe emotionalität eines gebrochenen Herzens nachempfinden und verschenkte den Song an Sinéad O’Connor, die mit ihrer verletzlichen Interpretation zu Weltruhm gelangte.
Ein Karrieresprungbrett wider Willen
Nach eigenen Aussagen war O’Connor zögerlich, den von Prince geschriebenen Song als Single zu veröffentlichen, doch der immense Erfolg öffnete ihr weltweit die Türen zu neuen kreativen Projekten und sicherte ihr ihren Platz in der Musikgeschichte.

Triviawissen

Original im Schatten
Die erste Version des Songs von The Family blieb weitgehend unbekannt, bis Sinéad O’Connors Cover weltweit explodierte.
Kurzhaarikone
O’Connors fast rasiertes Haupt im Video wurde zum Markenzeichen und sorgte für Furore in der Mode- und Popkultur.
Verbotener Clip
Nach eigenen Aussagen war O’Connor zögerlich, den von Prince geschriebenen Song als Single zu veröffentlichen, doch der immense Erfolg öffnete ihr weltweit die Türen zu neuen kreativen Projekten und sicherte ihr ihren Platz in der Musikgeschichte.
Prinz & Konflikt
Sinéad O’Connor und Prince trafen sich später, aber die Begegnung war laut O’Connor alles andere als harmonisch – sie verließ sein Haus fluchtartig.
Kulturelles Lebenszeichen
2014 veröffentlichte Prince selbst erstmals offiziell seine Vocals zu „Nothing Compares 2 U“, fast 30 Jahre nach der Komposition.

“Der Song war für mich wie eine Therapie, aber dieser Erfolg hat mich überwältigt wie eine Lawine.”

Sinéad O’Connor
im Interview mit Rolling Stone (1991), im Kontext der Frage nach der emotionalen Wucht des Hits ([rollingstone.com](https://www.rollingstone.com/music/music-news/sinead-oconnor-interview-nothing-compares-2-u-57952/))

Rezension

Manche Songs brennen sich so tief in den kollektiven Musikgeist ein, dass schon eine Sekunde reicht, um Gänsehaut zu verursachen. „Nothing Compares 2 U“ ist einer davon – ein Welthit, der 1990 aus dem Nichts kam und ein Jahrzehnt definierte. Die Mischung aus minimalistischer Produktion, O’Connors glasklarer Stimme und diesem legendären Musikvideo machte den Song zum globalen Klagelied für alle Liebenden auf Entzug. Vielleicht liegt das Geheimnis des Erfolgs darin, wie persönlich dieses Lied klingt: Nichts wirkt gekünstelt, jeder heftige Atemzug sitzt. Sinéad O’Connor hat sich später oft von den Fesseln dieses Megaerfolgs befreien wollen – und ist ihren ganz eigenen (mitunter kontroversen) musikalischen Pfaden gefolgt. Trotz Skandalen, Auszeiten und öffentlichen Debatten war O’Connor stets eine Stimme für die Unangepassten, zuletzt etwa 2021 mit ihrem Buch „Rememberings“ und neuen Akustikauftritten. Und Prince? Der ließ es sich nicht nehmen, sein eigenes Lied Jahrzehnte später nochmals als Überraschung zu veröffentlichen – wohlweislich, dass Sinéads Version für immer unerreicht bleibt.

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