Paint it black von Rolling Stones (1966)

Song Factsheet
Songtitel: Paint It Black
Künstler: The Rolling Stones
Album: Aftermath
Jahr: 1966
Songwriter: Mick Jagger, Keith Richards
Produzent: Andrew Loog Oldham
Genre: Rock
Subgenre: Psychedelic Rock, Raga Rock
Samples oder Coverversionen: Das Original wurde vielfach gecovert, u.a. von U2, Eric Burdon & War, und Ciara. Kulturell beeinflusste Coverversionen weisen teils musikalische Rückgriffe auf die markante Sitar-Melodie auf, enthalten aber keine offiziellen Samples des Rolling-Stones-Tracks.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep01
Motto: Plattenschrank der Eltern
Titelnummer: 9
Presenter: Chris
Extra Info: Nur US-Album
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 16 Juli 1966
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· UK Platz 1 26. Mai 1966
· USA Platz 1 11. Juni 1966
· Kanada Platz 1 Juni 1966
Auszeichnungen & Preise
BMI Award 1990
Rock and Roll Hall of Fame’s '500 Songs That Shaped Rock and Roll' 1995
Film- und TV-Bezüge
Vietnam-Setting-Eröffnung der US-Serie „Tour of Duty“ (1987-1990); Soundtrack von „Full Metal Jacket“ (Stanley Kubrick, 1987); Diverse Filme und Serien, darunter „Stirb langsam 4.0“ (2007) und „Westworld“ (HBO, 2018)
Quellen

Die Rolling Stones' „Paint It Black“: Revolutionärer Raga-Rock, düster und innovativ, mit Sitar-Klängen und Charttop-Erfolgen. Ein Meisterwerk der Popkultur!

Hintergrundinfos

Experimentelle Instrumentierung
Brian Jones brachte die Sitar ins Spiel und verhalf so dem Song – beinahe im Alleingang – zu seinem einzigartigen, östlich-psychedelischen Sound, der in der Rockwelt der 1960er Jahre völlig neu war.
Düsteres Songwriting
Brian Jones brachte die Sitar ins Spiel und verhalf so dem Song – beinahe im Alleingang – zu seinem einzigartigen, östlich-psychedelischen Sound, der in der Rockwelt der 1960er Jahre völlig neu war.
Studio-Innovation
Die Band experimentierte bei den Aufnahmen nicht nur mit exotischen Instrumenten, sondern auch mit verstärktem Percussion-Einsatz von Charlie Watts und Backing Vocals, die deutlich vom Zeitgeist inspiriert sind.

Triviawissen

Ursprünglicher Titel
Der Songtitel wurde ursprünglich irrtümlich als „Paint It, Black“ mit Komma notiert, was zu kuriosen Fehlinterpretationen führte, dass es sich um eine rassistische Botschaft handeln könnte.
Unerwarteter Sitar-Star
Brian Jones entdeckte zufällig während eines Indien-Urlaubs die Sitar und verarbeitete den Sound später in „Paint It Black“, noch bevor die Beatles diesen Stil übernahmen.
Live-Rarität
Die Band experimentierte bei den Aufnahmen nicht nur mit exotischen Instrumenten, sondern auch mit verstärktem Percussion-Einsatz von Charlie Watts und Backing Vocals, die deutlich vom Zeitgeist inspiriert sind.
Musikvideo-Innovation
Das frühe Musikvideo zu „Paint It Black“ zeigte erstmals psychedelische Lichteffekte, ein Novum für Musikvideos der 1960er Jahre.
Nummer-eins-Doppelpack
„Paint It Black“ war der erste Nummer-eins-Hit in den USA und Großbritannien, dem ein nicht-englischsprachiges Wort („raga“) im Szene-Diskurs zugesprochen wurde.

It’s like the soundtrack of the Zeitgeist in the sixties: turmoil, anguish, and a bit of mystique. We just plugged in and out came something dark and beautiful.

Mick Jagger
Jagger beschreibt hier in Bezug auf „Paint It Black“ die Entstehung und den Zeitgeist der 1960er Jahre.

Rezension

Als die Rolling Stones 1966 die Welt aufforderten, alles schwarz anzumalen, hatte noch keiner den Hauch einer Ahnung, dass in weniger als drei Minuten Songlänge Rockgeschichte geschrieben werden sollte. Ausgelassene Teenies im Flower-Power-Rausch und psychedelische Anleihen, eine Sitar, die eigentlich eher nach Maharishi und weniger nach London klingt – die Band katapultierte sich in den Olymp des Raga-Rock und bewies: Traurigkeit und Coolness schließen sich nicht aus.nMittlerweile kann sich kaum eine Stones-Setlist ein Konzert ohne „Paint It Black“ leisten – und wenn, sind Schnappatmung und enttäuschte Fangesichter garantiert. Während Mick Jagger munter zwischen TikTok, Stadion-Gigs und Social-Media-Offensiven pendelt, bleibt „Paint It Black“ ein Stück rebellischer Popkultur – unkaputtbar, minutiös kopiert, aber nie erreicht. Die Rolling Stones haben das Rad zwar nicht neu, aber dafür rabenschwarz erfunden – und rollen damit auch im Jahr 2024 genauso ungebremst durch die Playlists.

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