Quiet von This will destroy you (2006)

Song Factsheet
Songtitel: Quiet
Künstler: This Will Destroy You
Album: This Will Destroy You (Self-titled, Debütalbum)
Jahr: 2008
Songwriter: Christopher Royal King, Jeremy Galindo, Raymond Brown, Andrew Miller
Produzent: John Congleton, This Will Destroy You
Genre: Post-Rock
Subgenre: Instrumental, Ambient, Shoegaze-Einflüsse
Samples oder Coverversionen: Keine verwendeten Samples oder offiziellen Coverversionen bekannt.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep06
Motto: Top10 Instrumental Songs
Titelnummer: 7
Presenter: Chris
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
Auszeichnungen & Preise
Film- und TV-Bezüge
- Verwendung in der Diner-Szene im Film 'Moneyball' (2011, mit Brad Pitt) - Soundtrack in der Serie 'Lethal Weapon' (Staffel 2, Folge 6) - Zahlreiche Nutzung als emotionales Hintergrundstück in Doku-, Sport- und YouTube-Formaten
Quellen

Der atmosphärische Post-Rock-Klassiker „Quiet“ von This Will Destroy You verbindet cineastische Spannung mit epischer Soundgewalt – Musik, die unter die Haut geht.

Hintergrundinfos

Entstehung im Proberaum
‚Quiet‘ entstand aus einer Jam-Session, bei der This Will Destroy You ursprünglich ein ruhiges Interlude planten, das dann unerwartet zu einem der dynamischsten Songs ihres Debütalbums anwuchs.
Atmosphärische Dynamik
‚Quiet‘ entstand aus einer Jam-Session, bei der This Will Destroy You ursprünglich ein ruhiges Interlude planten, das dann unerwartet zu einem der dynamischsten Songs ihres Debütalbums anwuchs.
Instrumentaler Ausdruck
Die Band verzichtet bewusst auf Gesang und setzt stattdessen auf effektgeladene Gitarren und dichte Texturen, um eine atmosphärische, beinahe cineastische Klanglandschaft zu erschaffen – inspiriert unter anderem von Bands wie Mogwai und Explosions in the Sky.

Triviawissen

Ursprünglicher Titel
Der Song trug im Arbeitsprozess schlicht den Titel „Untitled 3“, bevor sich die Band für „Quiet“ entschied, um die Dualität des Stücks hervorzuheben.
DIY-Mentalität
Das Debütalbum, einschließlich „Quiet“, wurde von der Band in sehr einfachen Verhältnissen aufgenommen und erst später von John Congleton professionell abgemischt.
Live-Favorit
Die Band verzichtet bewusst auf Gesang und setzt stattdessen auf effektgeladene Gitarren und dichte Texturen, um eine atmosphärische, beinahe cineastische Klanglandschaft zu erschaffen – inspiriert unter anderem von Bands wie Mogwai und Explosions in the Sky.
Tonale Experimente
Für die Aufnahme experimentierten die Gitarristen mit ungewöhnlichen Effekt-Pedalen und Loopern, um die charakteristischen, schwebenden Sounds zu erschaffen.
Meme-Kult
„Quiet“ wurde 2010 in mehreren bekannten YouTube-Montagen als Soundtrack für Szenen extrem langer Anspannung verwendet und ist damit zum kleinen Internet-Meme avanciert.

We wanted the music to fill the space that lyrics usually occupy, to tell the story on its own terms.

Christopher Royal King
Interview mit ‚The Silent Ballet‘, 2008; Erklärung zum bewussten Verzicht auf Gesang.

Rezension

„Quiet“ – hier ist der Name erstmal Programm, allerdings nur, bis die ersten verzerrten Wände in den Track krachen wie Tetris-Steine auf Endstufe. This Will Destroy You, das texanische Instrumental-Quartett, hat mit „Quiet“ einen Soundteppich gelegt, der jeden Wohnzimmerboden knirschen lässt: Sanfte Gitarren treffen auf tonnenschwere Verzerrungen – das ist Post-Rock mit Drama, Körpereinsatz und dem Hang zur großen Geste. Wer den Song hört und nicht sofort an epische Film-Enden, endlose Autofahrten unter Sternenhimmel oder den dramatischen Abpfiff beim entscheidenden Pokalfinale denkt, hat vermutlich das Weitwinkelobjektiv daheim vergessen. Bemerkenswert außerdem: Christopher Royal King und Jeremy Galindo zaubern live so viele Soundfacetten auf die Bühne, dass man meinen könnte, hier stünden mindestens zwei Bands zur Feier des Klangs versammelt. Auch heute ruht sich die Band keineswegs auf alten Lorbeeren aus, sondern experimentiert weiter an neuen Klangprojekten, arbeitet an Kooperationen mit Filmkomponisten und tüftelt immer wieder an Visuals, die genauso hypnotisch sind wie ihre Musik.

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