River von Bugge Wesseltoft & Sidsel Endresen (1998)

Song Factsheet
Songtitel: River
Künstler: Bugge Wesseltoft & Sidsel Endresen
Album: Night Song
Jahr: 2003
Songwriter: Joni Mitchell (Original-Komposition), Arrangement von Bugge Wesseltoft & Sidsel Endresen
Produzent: Bugge Wesseltoft
Genre: Jazz
Subgenre: Nordic Jazz / Vocal Jazz
Samples oder Coverversionen: Cover von „River“ von Joni Mitchell (Originalveröffentlichung: 1971 auf dem Album „Blue“), keine verwendeten Samples

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Im Podcast
Episode: STH2 ep05
Motto: Top10 Songs zum Cruisen
Titelnummer: 9
Presenter: Steffen
Extra Info:
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
Auszeichnungen & Preise
Film- und TV-Bezüge
Keine nachweisbaren Verwendungen der Version von Bugge Wesseltoft & Sidsel Endresen in Film oder Fernsehen (Quelle: Soundtrack.net, IMDb Soundtracks)
Quellen

Jazz-Poesie aus Norwegen: Bugge Wesseltoft & Sidsel Endresen verleihen Joni Mitchells „River“ auf „Night Song“ 2003 minimalistischen, nordischen Glanz.

Hintergrundinfos

Norwegische Neuinterpretation mit nordischem Flair
Bugge Wesseltoft und Sidsel Endresen, beide Vorreiter der norwegischen Jazzszene, bringen mit ihrer Version von „River“ eine minimalistische, fast meditative Interpretation des berühmten Joni-Mitchell-Klassikers auf das Album „Night Song“, aufgenommen in Oslo – geprägt von nordischer Kühle und Intimität.
Experimentelle Vocal-Ästhetik statt klassischer Jazz-Standards
Bugge Wesseltoft und Sidsel Endresen, beide Vorreiter der norwegischen Jazzszene, bringen mit ihrer Version von „River“ eine minimalistische, fast meditative Interpretation des berühmten Joni-Mitchell-Klassikers auf das Album „Night Song“, aufgenommen in Oslo – geprägt von nordischer Kühle und Intimität.
Zusammenarbeit aus gegenseitigem Respekt
Die musikalische Beziehung zwischen Wesseltoft und Endresen entstand aus einer tiefen Anerkennung füreinander: Beide sind in Norwegen für ihre Innovationskraft im Jazz bekannt und schufen mit der „Night Song“-Platte ein Album, das modernen Jazz durch Experiment freilegt und internationale Aufmerksamkeit erzielte.

Triviawissen

Titel als Hommage
Die Wahl, ausgerechnet „River“ von Joni Mitchell zu interpretieren, war Sidsel Endresens persönliches Lieblingsstück aus dem amerikanischen Songbook.
Studiosession bei Kerzenschein
Die beiden nahmen die Stücke des Albums nachts und überwiegend bei Kerzenbeleuchtung auf, um eine intime Atmosphäre zu erzeugen, die sich auf die Musik überträgt.
Album-Cover-Design
Die musikalische Beziehung zwischen Wesseltoft und Endresen entstand aus einer tiefen Anerkennung füreinander: Beide sind in Norwegen für ihre Innovationskraft im Jazz bekannt und schufen mit der „Night Song“-Platte ein Album, das modernen Jazz durch Experiment freilegt und internationale Aufmerksamkeit erzielte.
Vinyl-Edition als Sammlerstück
Die limitierte Vinylpressung des Albums von 2004 ist heute unter Jazzliebhabern ein begehrtes Sammlerobjekt.
Ungewöhnliche Instrumentierung
Während viele Versionen von „River“ auf Klavierbegleitung setzen, wählt Wesseltoft hier einen Mix aus Fender Rhodes und fein abgestimmtem Synthesizer – ein subtiler Bruch mit dem Original.

Sidsel hat die seltene Gabe, zwischen jedem Ton eine eigene Welt entstehen zu lassen.

Bugge Wesseltoft
Interview mit Jazznytt, 2004 in Bezug auf die Aufnahme des Albums

Rezension

Wenn zwei norwegische Jazzgrößen sich an einem der meistgecoverten Songs aus dem amerikanischen Songbook versuchen, schnackseln zarte Töne durchs Polarlicht: Wesseltoft und Endresen nehmen Joni Mitchells „River“ – und machen daraus kein Kitsch-Schlittenfahren, sondern ein tief atmendes, ganz minimalistisches Kunstwerk. Wie eine skandinavische Polarnacht: kühl, klar und unfassbar nah. Wer auf Skandinavien steht, sollte sowieso „Night Song“ eine Chance geben. Zwischen Elektro-Jazz und avantgardistischen Vocal-Experimenten lassen Bugge und Sidsel ihr Publikum auf leisen Sohlen durch Schneelandschaften tanzen. Wesseltofts jüngste Projekte (u.a. die Kollaboration mit Henrik Schwarz und Dan Berglund) zeigen übrigens, dass sein musikalischer Entdeckungsdrang nicht mal ansatzweise gebremst ist. Endresen bleibt ebenfalls Garantin für unvorhersehbare, aber stets stimmige Jazzimprovisationen. Jazz aus Norwegen – klingt wie Gletscherluft in den Boxen.

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