The Dope Show von Marilyn Manson (1999)

Song Factsheet
Songtitel: The Dope Show
Künstler: Marilyn Manson
Album: Mechanical Animals
Jahr: 1998
Songwriter: Marilyn Manson (Brian Warner), Twiggy Ramirez (Jeordie White)
Produzent: Michael Beinhorn, Marilyn Manson, Sean Beavan
Genre: Alternative Rock
Subgenre: Industrial Rock, Glam Rock
Samples oder Coverversionen: Keine offiziellen Samples oder Cover; das Stück enthält jedoch musikalische Anleihen an Glam-Rock-Acts wie David Bowie, etwa in der Gitarrenarbeit.

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Im Podcast
Episode: STH2 ep08
Motto: Live
Titelnummer: 9
Presenter: Steffen
Extra Info: Original: 1998
Chart Platzierungen
Beste Chartplatzierung Deutschland:
· Deutschland Platz 23 28. September 1998
Top 3 Chartplatzierungen weltweit:
· USA Platz 12 26. September 1998
· UK Platz 12 26. September 1998
· Australien Platz 30 11. Oktober 1998
Auszeichnungen & Preise
Grammy Award Nominierung – Best Hard Rock Performance 1999
Kerrang! Award – Best Single 1998
Film- und TV-Bezüge
- Der Song wurde im Soundtrack des Films "Not Another Teen Movie" (2001) verwendet; - "The Dope Show" taucht in der Serie "The Rookie" (Staffel 4, Folge 6) auf; - Das Musikvideo war eines der ersten von Marilyn Manson, das auf MTV Germany in der Prime Time lief.
Quellen

Marilyn Mansons „The Dope Show“ – eine Kult-Nummer zwischen Glam-Rock, Kunst und Skandal. Hier gibt’s Hintergründe, Chartfacts, TV-Auftritte und wilde Anekdoten!

Hintergrundinfos

Glam- und Alien-Transformation
Für „The Dope Show“ ließ sich Marilyn Manson vom Glam Rock der 70er und der Ästhetik von David Bowies Ziggy Stardust inspirieren und schuf so nicht nur eine klangliche, sondern auch visuelle Hommage an das Gefühl des „Fremdseins“ in der Musikindustrie seiner Zeit.
Spitze Kritik am Starkult
Für „The Dope Show“ ließ sich Marilyn Manson vom Glam Rock der 70er und der Ästhetik von David Bowies Ziggy Stardust inspirieren und schuf so nicht nur eine klangliche, sondern auch visuelle Hommage an das Gefühl des „Fremdseins“ in der Musikindustrie seiner Zeit.
Kunstfigur Omega und theatrale Inszenierung
Mit „The Dope Show“ führte Manson seine Kunstfigur „Omega“ ein, die das gesamte Album durchzieht; produziert wurde das Musikvideo aufwändig mit Prothesen und androgynen Outfits, um Manson als künstliches, fremdartiges Wesen darzustellen.

Triviawissen

Videoproduktion in der Wüste
Das spektakuläre Musikvideo wurde in der kalifornischen Wüste mit über 100 Statisten und aufwändigen Prothesen gedreht.
Kunstobjekt statt Musikvideo
Das Video gewann einen MTV Video Music Award für die beste Kameraarbeit (1999) und wird im MoMA in New York als Kunstwerk archiviert.
Manson mit Eddie Izzard
Mit „The Dope Show“ führte Manson seine Kunstfigur „Omega“ ein, die das gesamte Album durchzieht; produziert wurde das Musikvideo aufwändig mit Prothesen und androgynen Outfits, um Manson als künstliches, fremdartiges Wesen darzustellen.
Gitarrensound à la Bowie
Für das wilde Gitarrenriff ließ sich Twiggy Ramirez von Mick Ronson (David Bowies Gitarrist) inspirieren und verwendete einen Ziggy Stardust Signature-Sound.
Skandal um Latex-Outfit
Manson trug für das Video einen maßgeschneiderten, latexüberzogenen Ganzkörperanzug, der von vielen TV-Kanälen erst abends gesendet werden durfte – als Hommage und Provokation zugleich.

I wanted to show that sex, drugs, and rock’n’roll are still interesting, but what’s really dope is being able to talk about how fake and addictive that all is.

Marilyn Manson
in einem Interview mit Rolling Stone (1998), als er über die Entstehung und Botschaft von „The Dope Show“ sprach.

Rezension

Wenn der Mars in die Charts kracht, dann ist wahrscheinlich Marilyn Manson am Werk – und „The Dope Show“ ist genau so ein außerirdischer Bruch in der späten 90er-Musiklandschaft. Nicht nur musikalisch hat der Song mit seinem schmutzigen Glam-Rock-Sound und der rotzigen Ironie einiges angestoßen, auch optisch wurde mit androgynen Outfits und latexlastigen Alien-Inszenierungen Neues gewagt. Die Reaktionen blieben nicht aus: Ein Mix aus Skandal, Faszination und Kunsthype schob den Song schnell weltweit in die Charts und ließ ihn zum Signature-Track des Albums werden. Während manche schockiert waren, feierten andere Manson genau für diese Grenzgänge – und das Musikvideo wurde sogar zur Kunst, die länger Bestand hat als der damalige Skandal. Wer heute auf die Instagram-Profile von Manson schaut, findet einen Künstler, der nichts von seiner Inszenierungslust verloren hat. Zwar dominieren mittlerweile andere Themen seinen Alltag, aber das Gespür für große Auftritte und Provokationen – das ist seit „The Dope Show“ sein Markenzeichen. Und manchmal, wenn ganz genau hingehört wird, klingt zwischen all der Ironie noch die eine Frage durch: Wer spielt hier eigentlich die größte Rolle, und wer schaut nur zu?

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